Adlerzart

Pirmin Adler
Oberrüti AG
400m.ü.M.

Projekt

Seit 2022 setzt Pirmin Adler auf seinem Biohof in Oberrüti AG auf Agroforst und gestaltet die Kulturlandschaft mit Mehrnutzenhecken und Baumreihen. Die Sträucher, Wildobst- und Laub- und Nadelbäume erfüllen gleich mehrere Funktionen: Sie dienen den Kühen auf der Weide als natürliche „Selbstbedienungs-Apotheke“, fördern die Biodiversität, verbessern das Mikroklima und tragen zur CO₂-Speicherung bei. Die Integration von Frischzweighäcksel im Stall verbessert zudem das Stallklima und stärkt die Tiergesundheit. Im November 2022 pflanzte Pirmin Adler mit Hilfe von Freiwilligen auf einer Fläche von drei Hektaren rund 1500 Gehölze. Inzwischen wurde das System auf weitere neun Hektaren ausgeweitet. Das Agroforstsystem soll künftig auf den gesamten Betrieb übertragen werden.

Pirmin Adler: «Wir möchten die Biodiversität fördern, damit ein stabiles, widerstandsfähiges Ökosystem schaffen und gleichzeitig die natürlichen Bedürfnisse unserer Nutztiere respektieren.»

Infos zum Diagramm

Leitbild

Im Zentrum meiner Bewirtschaftung stehen der Agroforst, der konsequente Humusaufbau und ein holistisches Weidemanagement. Dieses ganzheitliche System fördert die Biodiversität, verringert den Ausstoss von Klimagasen, bindet Kohlenstoff in den Bäumen und im Boden und macht den Hof widerstandsfähiger gegen Klimaschwankungen und stärkt das Tierwohl.

Zukunft

Der Adlerzart-Hof ist als Mehrgenerationenprojekt angelegt. Schritt für Schritt entsteht ein Betrieb, der widerstandsfähig, nachhaltig und offen für stetiges Lernen ist. Künftig will ich das Konzept der Mehrnutzen-Hecken auch anderen Betrieben mit Weiterbildungen vermehrt zugänglich machen, um Agroforst, Biodiversität und eine standortangepasste Tierhaltung in der Landwirtschaft breiter zu verankern.

Zur Website Adlerzart

Betrieb
  • Nutzbare Flächen: 22 Hektaren
  • Mutterkuhhaltung, Weidegeflügel und Ackerbau
  • Agroforst und Futterhecken
  • Direktvermarktung
Klimawirkung
  • Kohlenstoffbindung in Gehölzen durch Agroforst und Hecken
  • Kühlende Wirkung durch Verdunstungsaktivitäten der Gehölze
  • Humusaufbau durch rotierendes Weidemanagement
  • Reduktion der Treibhausgas-Emissionen dank Hofdünger-Aufbereitung